Presseaussendung: Mehr Martins als Professorinnen

PUFL-GRAS spricht sich lautstark gegen die strukturelle Diskriminierung von Frauen aus

„Ein Frauenanteil von 20% an Professor_innen an der Universität Innsbruck ist eine erschreckende Zwischenbilanz und wieder einmal ein Beweis für die strukturelle Diskriminierung von Frauen. An der Fakultät für Rechtswissenschaften gibt es gar mehr Lehrende mit dem Vornamen Martin, als es Professorinnen insgesamt gibt“, beklagt die Spitzenkandidatin der Plattform unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne & Alternative Student_innen (PUFL-GRAS) Magdalena Friedrich, welche unter anderem Rechtswissenschaften studiert. Der feministische Grundgedanke sei fester Bestandteil der Fraktion. „Deshalb werden wir uns solange für Gleichbehandlung einsetzen, bis diese selbstverständlich ist und Frauenquoten nicht mehr nötig sind“, so Friedrich.

Unzählige Bereiche an der Universität sind männerdominiert, das bestätigt unter anderem ein Blick auf die Personalbesetzung. Von den insgesamt 17 Professor_innen die 2013 an der LFU berufen wurden, fiel der Frauenanteil mit 18% bescheiden aus. Trotz der Tatsache, dass europaweit deutlich mehr Frauen ihr Studium erfolgreich mit einem Hochschulabschluss abschließen und 54% aller Student_innen an österreichischen Hochschulen Frauen sind.

„Hier zeigt sich wieder einmal, wie viel Handlungsbedarf auch im Jahr 2015 noch besteht“, betont Friedrich. Dieses Erfordernis nach seriöser Mädchen- und Frauenförderung werde durch zahlreiche europaweite Studien bestätigt. „Gleichbehandlung muss mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis sein. Die Hälfte der Welt gehört uns Frauen und nicht nur den Martins, Georgs und Michaels!“, so Friedrich abschließend.

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