Grundwerte

Wofür wir stehen

Die GRAS Innsbruck versteht sich als basisdemokratische, feministische, alternative, nachhaltige und solidarische bunte Truppe, die sich in erster Linie der Studierendenvertretung widmet. Wir sind viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichsten Interessen und Motivationen, die alle auf verschiedene Arten einen Beitrag zur Bildungs- und Gesellschaftspolitik leisten möchten. Dabei einen uns unsere fünf Grundwerte.
Bei uns gibt es viel Platz für neue Ideen – und wir bieten interessierten Menschen die Unterstützung und die Rahmenbedingungen dafür diese umzusetzen!

basisdemokratisch — Einbringen statt Abstimmen

Wir dienen uns nicht hoch und ordnen uns nicht unter. Das Grundprinzip der Basisdemokratie ermöglicht uns Entscheidungen zu tragen, die dort zu wirken beginnen, wo sie auch tatsächlich entstehen. In der Gruppe. Wir halten nichts von sturem Hierarchiedenken und/oder straffen Strukturen. Was zählt, ist die Meinung jeder und jedes Einzelnen. Daher gestalten sich unsere Diskussionen äußerst lebendig und fordern wie fördern unser aller Gesprächskultur.

alternativ — Vorgekautes schmeckt uns nicht

Was zur Tatsache erhoben wird, muss verantwortet werden. Wir sind nicht bereit, uns fremdbestimmt in die Verantwortung nehmen zu lassen. Das Bestehende mitzutragen, ist einfach. Unser Bestreben ist es aber, mögliche Alternativen aufzuzeigen und diese zu leben. Vorgegebene Ansichten dürfen nicht Allgemeingültigkeit erlangen. Erst durch kritisches Hinterfragen und dem Ausarbeiten von konstruktiven Lösungsansätzen wird reflektiertes Handeln möglich.

feministisch – Die Hälfte der Welt gehört uns!

Feminismus sei obsolet, weil Frauen heutzutage eh schon gleichberechtigt sind. Gegen diese und ähnliche Argumentationen wehren wir uns. Obwohl Gleichberechtigung zwar rechtlich vorgesehen ist, verdienen Frauen weniger als Männer und werden in vielen Bereichen der Gesellschaft strukturell diskriminiert. Ein Beispiel dafür ist der deutlich geringere Anteil an Universitätsprofessorinnen. Wir wollen dass Frauen endlich überall die gleichen Chancen haben, im Alltagsleben und in der Sprache sichtbar sind und nicht länger auf veraltete Rollenbilder reduziert werden. Nicht mit mir – nicht mit dir – nicht mit uns!

nachhaltig — Denken hilft & spart Energie

Wie mensch mit den (noch) vorhandenen Ressourcen umgeht, ist eine Entscheidung, die nicht nur für heute, sondern auch für morgen getroffen wird. Nur wenn der Nachhaltigkeitsgedanke in unsere persönlichen Entscheidungen mit einfließt, kann gewährleistet werden, dass intakte Lebensräume aufrechterhalten bleiben. Wir sind der Überzeugung, dass jede_r im alltäglichen Handeln dazu beitragen kann die Zukunft sinnvoll mitzugestalten.

solidarisch — Rückgrat hält aufrecht

Benachteiligung schafft Grenzen und schränkt ein menschenwürdiges Dasein ein. Unsere Solidarität gilt allen Menschen, deren Freiheit gefährdet ist und deren Rechte missachtet werden. Wir kämpfen für ein respektvolles Miteinander, fernab vorurteils- oder klischeebedingter Verfolgung. Wir setzen uns massiv für diejenigen ein, die nicht die Chance haben sich so lautstark zu wehren, sodass sie auch tatsächlich gehört werden.

2 Antworten auf „Grundwerte“

  1. Ich frage mich was ihr unter „nachhaltig“ versteht. Wie steht ihr zu unserem aktuellen Wirtschaftssystem das auf unendlichem Wachstum basiert… Viele, vor allem „Grüne“ geben sich gerne umweltfreundlich, wollen sich allerdings nicht vom Kapitalismus distanzieren. Es gibt kein nachhaltiges Wachstum. lG

    1. Da hast du Recht.

      Aktuell haben wir schon das Problem des Konsumwahns (der alles andere als ökologisch ist!), der auch stark durch den Mythos des Wirtschaftswachstums konstruiert wird. Menschen wird vermittelt, dass sie über ihren Konsum ALLEN etwas positives (nämlich eine starke Wirtschaft) bringen und somit fast schon sowas wie gesellschaftlichen Mehrwert produzieren. Das ist nicht wirklich wahr, weil hinter den Produkten oft Ausbeutung und Umweltverschmutzung steckt.

      Wir sehen den Kapitalismus, sagen wir mal, kritisch. Ich persönlich (poste ich grad als ich selbst… hmmm :P) seh ihn nicht nur kritisch, sondern glaube dass eine konstante Veränderung mit den schlussendlichen Ziel – das Ende des Kapitalismus – einhergehen muss. Auf dem Weg gibt es aber viel zu erledigen. An die „Revoultion“ als ein Schnellstart in den Garten Eden glaub ich nicht. 🙂

      Lg Sebastian

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