GRAS begrüßt Änderung des Ausländer_innenbeschäftigungsgesetz

Der Sozialausschuss beschließt heute die Änderung des Ausländer_innenbeschäftigungsgesetzes. Damit können ausländische Student_innen auch während ihres Bacherlorstudiums 20 Stunden pro Woche arbeiten. Bisher war die Erwerbstätigkeit während des Bachelor-Studiums auf maximal 10 Stunden die Woche beschränkt. “Wir begrüßen diese realpolitische Verbesserung für Drittstaatsstudent_innen, die auf unsere Initiative hin beschlossen wurde”, so Marita Gasteiger, bundesweite Spitzenkandidatin der GRAS für die ÖH-Wahl 2017. “Eine langjährige Forderung der GRAS wurde damit endlich umgesetzt.”

Die GRAS sieht die Änderung als einen Schritt in die richtige Richtung: “Wir machen seit Jahren auf die prekäre Situation von Student_innen aus Drittstaaten aufmerksam. Nichts desto trotz ist die Lage weiterhin alles andere als zufriedenstellend. Unzählige finanzielle Hürden stehen Student_innen aus Drittstaaten vor der Aufnahme eines Studiums in Österreich im Weg”, kritisiert Gasteiger. So müssen sie zum Beispiel grundsätzlich doppelte Studiengebühren zahlen, 50 Prozent der internationalen Studierenden, deren Muttersprache nicht deutsch ist, sind von Armut betroffen.

Um allen Menschen ein Studium zu ermöglichen, fordert die GRAS ein existenzsicherndes Grundstipendium in der Höhe von 844 Euro im Monat. “Das Grundstipendium sichert ein selbstbestimmtes Studium, unabhängig vom sozialen Hintergrund. Wir stehen bedingungslos für den freien und offen Hochschulzugang – ohne rassistische Diskriminierung”, so Gasteiger.

Entwicklungen seit Einführung der Wartefrist auf Mietzinsbeihilfe

Liebe Kolleg_innen!
Vorweg möchten wir euch für eure Unterstützung unserer Petition ‚Mietzinsbeihilfe retten‘ danken! Auch wenn letztlich der Beschluss zur Einführung einer dreijährigen Wartefrist auf Mietzinsbeihilfenanträge mit den Stimmen der ÖVP, SPÖ-Männer, Für Innsbruck und FPÖ gefasst wurde, konnten wir gemeinsam mit 4.341 Unterschriften dennoch ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass wir mit dieser unsozialen und übereilten Maßnahme in keiner Weise einverstanden sind!
An dieser Stelle möchten wir euch gerne noch ein paar Informationen zu den Entwicklungen seit Einführung der Wartefrist mitgeben und hoffen so, eventuell offene Fragen und Unklarheiten beantworten zu können.

 

Die neue Regelung für Anträge auf Mietzinsbeihilfe
Seit September 2016 ist nur noch beihilfenberechtigt wer: a) den Hauptwohnsitz schon drei Jahre in Innsbruck hat, b) insgesamt auf 15 Jahre Hauptwohnsitzschaft in Innsbruck kommt oder c) die letzten sechs Jahre ununterbrochen in Innsbruck gearbeitet hat.
Mit dieser neuen Regelung wurde nicht nur Bachelorstudierenden die für ihr Studium nach Innsbruck gezogen sind die Mietzinsbeihilfe de facto gestrichen, sondern sie stellt auch einen schweren finanziellen Rückschlag für andere Personengruppen wie etwa Alleinerziehende die zB aus beruflichen Gründen nach Innsbruck ziehen oder geflüchtete Menschen die versuchen sich hier ein neues Leben aufzubauen, dar.

 

Überbrückungszuschuss & Studierendenheime
Nach einigem Ringen und einer längeren Phase des Hinauszögerns wurde kürzlich ein Überbrückungszuschuss für Studierende festgelegt. Diejenigen, die bisher (vor der Neuregelung) Mietzinsbeihilfe bezogen haben allerdings das Kriterium der 3 Jahre Hauptwohnsitz nicht erfüllen, können um eine 50% verminderte Unterstützung ansuchen. Voraussetzung ist die soziale Bedürftigkeit, gemessen am Eigeneinkommen (Tätigkeit von maximal 20 Wochenstunden und monatlich € 800,00 netto) und dem Einkommen beider Eltern (zusammengerechnet monatlich € 3780,00). Letzteres erhöht sich je Geschwister (bis Vollendung des 25. Jahres) um € 245,00.
Im Dezember erfolgte der Spatenstich zur Errichtung eines weiteren Studierendenheimes (85 Heimplätze) in der Kranebitter Allee. So begrüßenswert zusätzlicher Wohnraum in Innsbruck auch ist, so kritisch muss auch der in diesem Kontext gezeigte Zynismus von ÖVP-Gemeinderat Christian Kogler gesehen werden: „Es soll nicht zur Wahl stehen, dass man in ein Heim geht oder lieber eine private Wohnung mietet und dafür Mietzinsbeihilfe bekommt“. Wir finden: auch Studierende haben das Recht sich ihre Wohnsituation selbst auszusuchen!

Den zusätzlichen Bau von Studierendenheimen ekstatisch zu feiern ohne einer kritischen Betrachtung der sozialen Durchlässigkeit* halten wir an dieser Stelle für ebenso unangemessen wie die viel zu kurz greifende Pseudolösung eines ‚Überbrückungszuschusses‘.

*Überdurchschnittlich viele Studierende aus niedrigeren Schichten müssen in Wohnheimen leben, weil sie aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit über ihre Wohnsituation selbst zu entscheiden. Schon jetzt sind nachvollziehbarerweise mit Abstand die Wohnheimbewohner_innen am Unzufriedensten mit den anfallenden Wohnkosten. Durch den Wegfall der Mietzinsbeihilfe steht zu befürchten, dass sich der Andrang auf die Wohnheime verstärkt und die Preise noch weiter zunehmen werden. Dabei sind Wohnheime bereits jetzt jene Form Wohnform bei denen die Kosten seit 2009 am stärksten zugenommen haben

 

Die Rolle der ÖH Fraktion ‚Aktionsgemeinschaft‘
Hier müssen wir scharfe Kritik an den stattgefundenen Aktionen der von der AktionsGemeinschaft geführten Österreichischen Hochschüler_innenschaft Innsbruck üben, da wir uns von einer Interessensvertretung für Studierende deutlich mehr erwarten.
Zum einen wurden falsche Informationen verbreitet, wie etwa, dass die Innsbrucker Stadtregierung die Änderung der Mietzinsbeihilfe beschlossen hätte (Mail vom ÖH-Vorsitzenden am 15. Juli 2016). Stattdessen war es – wie bereits erwähnt – ein Beschluss der ÖVP, SPÖ-Männer, FPÖ und Für Innsbruck, die bekanntermaßen nicht die Innsbrucker Stadtregierung bilden.
Viel gravierender ist jedoch, dass der ÖH Vorsitzende von der AG selbst noch am 10.06.2016 ein Forderungspapier der Tiroler Sozialpartner_innen unterstützte, in dem die Einführung einer zweijährigen Wartefrist bei der Mietzinsbeihilfe gefordert wurde.
Die ÖH Innsbruck (AG) war also mangels Widerstand stark an der Einführung einer Wartefrist beteiligt, wie dies auch Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer in einer Mail an uns ausdrückt: „Ergänzend darf Sie bitten, das von den Tiroler Sozialpartnern ausgearbeitete und auch mit großer medialer Zustimmung der Landesregierung und der Österreichischen Hochschülerschaft angenommene Paket zu beachten in welchem unter anderem auch eine zweijährige Wartefrist gefordert wurde.“ – Mail an die GRAS Innsbruck vom 14. Juli 2016.
Eine solche undurchdachte Handhabe stellt für uns keine geeignete Interessensvertretung aller Studierenden dar. Anstatt mit klarer Forderung zu punkten, biederte sich die AG vor allem an die ÖVP-Politik an und schaffte so die schlechteste aller Lösungen für die Innsbrucker Studierenden.

Studierende sind ein wichtiger Teil Innsbrucks, nehmt euch daher Raum, fordert was euch zusteht und engagiert euch bei der Partei, Fraktion oder zivilgesellschaftlichen Organisation eures Vertrauens!

Wir hoffen wir konnten einige Unklarheiten ausräumen und wünschen euch nichtsdestotrotz ein gutes neues Jahr 2017!
Widerständig & Lebendig,

Dreijährige Wartefrist auf Mietzinsbeihilfe – „Für Dich erreicht“?

Wir kritisieren den fehlenden Einsatz der von der AktionsGemeinschaft geführten ÖH rund um die Einführung einer Wartefrist auf Mietzinsbeihilfe aufs Schärfste. Von einer Interessensvertretung für Studierende erwarten wir uns nämlich deutlich mehr.

Zum einen wurden falsche Informationen verbreitet, wie etwa, dass die Innsbrucker Stadtregierung die Änderung der Mietzinsbeihilfe beschlossen hätte (Mail vom ÖH-Vorsitzenden am 15. Juli 2016). Stattdessen war es ein Beschluss der ÖVP, SPÖ-Männer, FPÖ und Für Innsbruck, die bekanntermaßen nicht die Innsbrucker Stadtregierung bilden.

Viel gravierender ist jedoch, dass der ÖH Vorsitzende Walch von der AG selbst noch am 10.06.2016 ein Forderungspapier der Tiroler Sozialpartner_innen unterstützte, in dem die Einführung einer zweijährigen Wartefrist bei der Mietzinsbeihilfe gefordert wurde. Ziel sei es dabei, den Platz in den Studierendenheimen besser zu nutzen, deren Mieten ohnehin horrend hoch sind und die keine weiteren Kapazitäten zur Verfügung haben. Das Forderungpapier kannst du dir hier durchlesen.

Die ÖH Innsbruck (AG) war also mangels Widerstand stark an der Einführung einer Wartefrist beteiligt, wie dies auch Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer in einer Mail an uns ausdrückt: „Ergänzend darf Sie bitten, das von den Tiroler Sozialpartnern ausgearbeitete und auch mit großer medialer Zustimmung der Landesregierung und der Österreichischen Hochschülerschaft angenommene Paket zu beachten in welchem unter anderem auch eine zweijährige Wartefrist gefordert wurde.“ – Mail an die GRAS Innsbruck vom 14. Juli 2016.

Eine solche undurchdachte Handhabe stellt für uns keine geeignete Interessensvertretung aller Studierenden dar. Anstatt mit klarer Forderung zu punkten, biederte sich die AG vor allem an die ÖVP-Politik an und schaffte so die schlechteste aller Lösungen für die Innsbrucker Studierenden.

Dass nun mit lautem Taram eine vermeintliche Interessensvertretung für Studierende inszeniert wird, verkauft uns alle für dumm. Denn wofür die AG in der Causa Mietzinsbeihilfe wirklich gearbeitet hat, lässt sich anhand des unterstützten Forderungspapier der Tiroler Sozialpartner_innen ablesen.

Wir lassen uns auf jeden Fall nicht für dumm verkaufen und stehen weiterhin für eine wirkliche Interessensvertretung ein.

Mietzinsbeihilfe retten!

In der kommenden Sitzung des Innsbrucker Gemeinderats vom 14. Juli soll mit den Stimmen der ÖVP, SPÖ, FPÖ und Für Innsbruck ein drastischer Einschnitt in die Mietzinsbeihilfe beschlossen werden:
Von nun an soll die Beantragung der Mietzinsbeihilfe erst nach dreijähriger Hauptwohnsitzschaft in Innsbruck möglich sein. Dies würde bedeuten, dass ein großer Anteil an Studierenden die Mietzinsbeihilfe verlieren wird. Neuanträge könnten erst nach drei Jahren gestellt werden.
Wir fordern den Innsbrucker Gemeinderat daher auf, die geplanten Einschnitte in die Mietzinsbeihilfe wieder vom Tisch zu nehmen!

Hier unterschreiben!

Die Mietzinsbeihilfe hilft Dir in Innsbruck die zum Teil große Mietlast zu bewältigen. Durch die geplante Anwärter_innenschaft von drei Jahren würde für viele Studierende ihre Mietzinsbeihilfe wegfallen, vielleicht auch für Dich. Denn nur wer schon drei Jahre den Hauptwohnsitz in Innsbruck hat, soll in Zukunft noch Mietzinsbeihilfe erhalten.

Damit würde Deine WG die komplette Mietzinsbehilfe verlieren, wenn auch nur eine Person aus dem Rahmen von drei Jahren fällt.
Damit würdest Du die Mietzinsbehilfe verlieren, wenn du erst ein Jahr in Innsbruck wohnst und müsstest dann zwei Jahre warten, um die Beihilfe wieder zu bekommen.
Damit würde der ohnehin schon hart umkämpfte Wohnungsmarkt für alle Neuankömmlinge noch schwerer zugänglich werden.

Betroffen sind neben vielen Studierenden unter anderem Niedrigverdienende, geflüchtete Menschen, Menschen mit Mindestpension.

Unterzeichne diese Petition und hilf uns dem Innsbrucker Gemeinderat noch vor seiner Beschlussfassung ein klares Zeichen zu senden.

Presseaussendung: PUFL-GRAS begrüßt Einrichtung eines Verteilerzentrums an der Uni-Innsbruck

Utl.: Ungenützte Räume an der Uni-Innsbruck als Verteilerzentrum für Flüchtlinge zu nutzen spricht für den humanitären Geist der Universität

Mit der am 22. Mai angekündigten Einrichtung eines Verteilerzentrums für Flüchtlinge am Studienstandort Technik der Leopold Franzens Universität Innsbruck, will sich die Plattform Unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne & Alternative Student_innen (PUFL-GRAS) mit dem verantwortlichen Rektor_innen-Team solidarisieren. „Die Nutzung leerstehender Räume am Uni-Standort Technik als dringend benötigtes Verteilzentrum für Flüchtlinge, spricht für den humanitären Geist der Universität Innsbruck“, so die PUFL-GRAS Aktivistin Clara Lenz. „Das Engagement der Universität Innsbruck, diesen Menschen in Zeiten großer Ablehnung und dem Schüren von Angst und Hass zu helfen, ist für die PUFL-GRAS logischerweise mit vollem Herzen und Einsatz zu unterstützen.“

Derzeit befinden sich am Uni-Standort Technik mehrere Container, in welche die Bediensteten der Universität während diverser größerer Baumaßnahmen übersiedelten. Mit dem fast fertigen Abschluss dieser Bauarbeiten, steht nun eine große und ungenützte Fläche zur Verfügung, die nun einem guten Zweck gewidmet wird. Einzig einen Punkt hat Lenz noch zu kritisieren: „Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Unterbringung der Flüchtlinge ist, dass die Container auch für ein würdiges Leben in diesen umgebaut werden. Laut der Universität finden in dieser Hinsicht schon Gespräche statt und wir hoffen auf ein bestmögliches Ergebnis.“

Während der Vorstoß der Universität zur Hilfe von Flüchtlingen stark begrüßt wird, so wird doch die Aussendung des Ring Freiheitlicher Student_innen Tirol (RFS) auf das Schärfste kritisiert. „Der Versuch, Student_innen, Flüchtlinge und das Rektor_innen-Team gegeneinander auszuspielen, ist menschenverachtend und zeugt vom rassistischen und xenophoben Gedankengut des RFS. Die Unterbringung der Flüchtlinge in diesen Container auch noch als ‚Missbrauch universitärer Infrastruktur‘ zu bezeichnen, lässt nur einmal wieder den faschistischen Charakter des RFS aufscheinen“, schließt Clara Lenz.

Ausgesendet an die Vertreter_innen der Presse am 26. Mai 2015

PUFL-GRAS begrüßt Beschluss der Landesregierung zu Studierendenheim-Paket

Geld für W-LAN Ausbau und Wärmedämmung als Entlastung von studentischem Wohnen besser als nichts.
„Wir freuen uns, dass sich die Tiroler Landesregierung zur Förderung von Studierendenheimen entschlossen hat“, so Magdalena Friedrich, Spitzenkanditatin der grün- alternativen Studierenden an der Uni Innsbruck, erfreut. „Dass dies aber nur ein erster Schritt gegen die mehr als prekäre Wohnsituation von Studierenden darstellt, muss den Verantwortlichen klar sein“, betont Friedrich.
Durch das beschlossene Studierendenheim-Paket sollen sich die Wohnnebenkosten der Studierenden senken. „Anzumerken ist hier, dass der Großteil der Student_innen nicht in Studiedierendenheimen wohnen und so von dieser Maßnahme nicht profitieren können“, merkt Max Veulliet, Teil des Spitzenkanditat_innenteams, kritisch an. Es bedürfe konkreterer Schritte, wie der Schaffung von günstigerem Wohnraum, der Regulierung von Mietpreisen und Makler_innengebühren, sowie einer Erhöhung der Mietzinsbeihilfen für Studierende, so Veulliet abschließend.

PUFL-GRAS begrüßt Resolution zu billigerem Wohnraum

Presseaussendung: Mehr Wohnraum für Student_innen bitter nötig

Die Plattform unabhängiger Fachschaftslisten & Grüner Alternativer Student_innen (PUFL-GRAS) an der Uni Innsbruck begrüßt die gestern von der AK, ÖGB, Diözese Innsbruck und Katholische ArbeitnehmerInnen-Bewegung eingebrachte Resolution für mehr und billigeren Wohnraum in Innsbruck. Spezielles Augenmerk will die PUFL-GRAS hierbei auf billigeren Wohnraum für Student_innen richten. Die Aktivistin Magdalena Friedrich: „Die Wohnsituation für Student_innen ist in Innsbruck mehr als prekär. Hier müssen günstige Wohnungen geschaffen werden, wie wir sie schon seit Jahren fordern.“ Wie Friedrich betont, sei hierbei besonders wichtig, dass klare Regelungen für Makler_innengebühren eingeführt werden, Student_innen in einzelnen Wohnungen oder Wohngemeinschaften eine höhere Mietzinsbeihilfe erhalten und Schlupflöcher für Vermieter_innen gestopft werden.

„In Innsbruck werden mit die höchsten Mieten Österreichs verlangt, während die Einkommen innerhalb Tirols mit die geringsten in ganz Österreich sind“, beklagt Magdalena Friedrich. Mehr als 60% aller Student_innen Österreichs müssen einem 20-Stunden-Job nachgehen, um sich überhaupt das Leben und Studieren leisten zu können. „Wenn bald kein billigerer Wohnraum für Student_innen geschaffen wird, werden sich gerade finanziell benachteiligte Personen das Studium nicht mehr leisten können“, ergänzt die Aktivistin der PUFL-GRAS.

„Die Diversität bereichert den universitären Alltag im sozialen Miteinander und der Forschung. Dies muss auch vom Universitätsstandort Innsbruck gewährleistet werden“, so Friedrich. Weiters kritisiert sie, dass laut der aktuellsten Studierenden-Sozialerhebung aus dem Jahr 2011 lediglich 18% aller inländischen Student_innen aus sozial benachteiligten Milieus stammen. „Hohe Mietpreise treffen gerade diese Student_innen und schaffen somit informelle Zugangsbeschränkungen. Wir als PUFL-GRAS fordern leistbares Wohnen für alle Menschen“, merkt Friedrich an.

 

Barrierefreier Zugang für alle Studierenden!

Das Studium wird heute durch eine Vielzahl von Faktoren erschwert. Zugangsbeschränkungen, Voraussetzungsketten oder Studiengebühren stellen für viele Studierende im Alltag eine große Hürde dar. Gleichzeitig reichen aber auch kleine und für viele Menschen teilweise unbewusste Dinge aus, um den Zugang zur freien Bildung maßgeblich zu erschweren.

Beim konkreten Fall etwa, ging es um den barriefreien Zugang für Menschen mit Behinderung auf der Katholisch-theologischen Fakultät Innsbruck. Aufgrund der alten Bausubstanz der universitären Gebäude mit ihren schweren Eingangstüren und den darauf noch zusätzlich angebrachten Glaskunstwerken, war es bislang vor allem für Menschen mit Gehbehinderung schwierig, teilweise sogar unmöglich die Gebäude selbstständig und ohne fremde Hilfe zu betreten. Zwar wurde vor geraumer Zeit im Eingangsbereich des Karl-Rahner-Platzes 1, indem sich die Büros und die Fachbibliothek befinden, ein automatischer Türöffnermechanismus samt Treppenlift für den barrierefreien Zugang zum Gebäude installiert. Auf der gegenüberliegenden Seite dem Gebäude des Karl-Rahner-Platzes 3, indem sich nicht nur die drei größten Vorlesungssäle, sondern auch mehrere kleinere Seminarräume befinden, fehlte ein solcher automatischer Türöffner jedoch bislang.

Deshalb wurde von uns als Pufl-Gras gemeinsam mit den betroffenen Studierenden der Emailverkehr mit der zuständigen Abteilung des Büros für Infrastruktur aufgenommen und eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung erreicht.

Noch im Dezember 2013 wurde der Einbau eines automatischen Türöffners in Auftrag gegeben und vergangene Woche erfolgte eine erste Vorort-Besichtigung mit dem Gebäudebesitzer BIG, dem Büro für Infrastruktur und den zuständigen Firmen. Dabei wurde zugesichert, dass der Einbau der automatischen Türöffnervorrichtung in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt bis Beginn des Sommersemesters abgeschlossen werden soll. Des Weiteren wurde beschlossen, sämtliche Innentüren der Katholisch-theologischen Fakultät – ob zu Hörsälen, Madonnen- und Leopoldsaal oder auch zu anderen Büroräumen in Bezug auf ihre Zugkraft zu überprüften und die Türöffner so einzustellen, dass sie auf der einen Seite leichtgängig sind, aber auch andererseits jenen Anpressdruck haben, den der Brandschutz vorschreibt.

Durch diese Baumaßnahmen soll der barrierefreie Zugang zu sämtlichen Einrichtungen der universitären Gebäude sichergestellt werden.

Es zeigt sich also, dass durch Einsatz, Ausdauer und Dialogbereitschaft Erfolge erzielt werden können. Deshalb werden wir als PUFL-GRAS uns auch weiterhin für den barrierefreien Zugang zur Universität und für die Gleichberechtigung aller Studierenden einsetzen.

WIDERSTÄNDIG UND LEBENDIG,

EURE PUFL-GRAS

Unser kleiner Beitrag

In der Vorweihnachtszeit geht man gerne dem einen oder anderen Glühwein nach und folgt dabei den tiefen Blicken in jenes Glas, das einem dann und wann den Blick auf das weihnachtliche Aneinanderdenken versperrt. Billig und recht, wenn man diesem bereits vor Einschank bei Bezahlung oder freiwilliger Gabe an die Ausschenkenden Genüge getan hat. Die Pufl-Gras hat daher bei ihrer diesjährigen Glühweinausschank an die Philippinen gedacht und die Studierenden der Universität Innsbruck um ihren Beitrag gebeten.

585 Euro wurden so von den GlühweinstandbesucherInnen des PUFL-GRAS Glühweinstandes gespendet.

Das Geld ist auf den Philippinen mit Anfang Jänner eingelangt und wir dürfen berichten, dass davon in der Provinz Antique auf der Insel Palawan in den ersten Jännertagen Hilfslieferungen für den Wiederaufbau eingekauft und auch Direktzahlungen an die in der Region gemeldeten betroffenen Familien weitergegeben wurden.

DANKE!!!!!

Wohnungslos in Innsbruck

 

AKTIV SEIN WIRKT! Sich einsetzen lohnt sich!Heute früh fand endlich der offizielle runde Tisch zum Thema wohnungslose Menschen an der Uni Innsbruck statt. (was bisher geschah: http://pufl-gras.at/) und wir waren dabei.

Neben der Vizerektorin Bockreis und Vizerektor Meixner waren außerdem Vertreter von Stadt und Land sowie erfreulich viele interessierte Studierende und auch Universitätsangestellte und betroffene Personen selbst anwesend.

In etwa 2 Stunden Diskussion wurde gewahr wie weit manche Positionen auseinander liegen, und wie schwierig es oft sein kann Menschen aus Verteidigungspositionen herauszulocken, und zu Lösungen und Ergebnissen zu kommen.

Nicht zuletzt dank der engagierten Vorarbeit in unzähligen Einzelgesprächen, Arbeitskreisen und Gremien, gibt es am heutigen Tag folgende Erfolge zu feiern:

– Es gibt eine mündliche Zusage des Vizerektorats, dass im Winter bei frierenden Temperaturen keine Menschen hinausgeworfen werden. Schade, dass das VR sich nicht traut öffentlich zu dieser Meinung zu stehen (es herrscht Angst „noch mehr solche Menschen anzulocken) – aber immerhin etwas.

– Das Verantwortlichkeiten hin und her schieben hat ein Ende! Es gibt eine mündliche Zusage des Sozialreferats der Stadt Innsbruck um etwa 35.000 € Die vorhandenen bezahlten Arbeitsstunden von Sozialarbeiter_innen in Innsbruck aufzustocken! Die zusätzliche bezahlte Arbeitszeit soll an der Universität stattfinden.

– Es gibt eine mündliche Zusage von Vizerektor Meixner studentische Projekte zu dieser Problematik auch finanziell zu unterstützen! Würden umsetzbare Konzepte eingereicht, ist der Vizerektor auch damit einverstanden studentische Mitarbeiterstellen (zB. Psychologie, aber auch andere denkbar) zu schaffen und zu bezahlen.

Festzuhalten bleibt, dass es schade ist, wieviel Angst in einer offenen Diskussion wie dem runden Tisch herrschte. Ein Großteil der aufgezählten Infos wurde erst im Einzelgespräch danach verlautbart (sind aber trotzdem nicht geheim ), weil in der großen Runde in erster Linie Verteidigung und Anschuldigung im Vordergrund stand.
Es sieht so aus, als wären die handelnden Personen selbst unter größtem Druck in diesen Dingen. Wir bleiben aktiv, um weiterhin etwas zu bewegen!

Widerständig und Lebendig,
deine Pufl-Gras!