HER MIT FREIER BILDUNG IN INNSBRUCK

Wir Studierende sind freie und mündige Menschen, die in der Lage sind ihren Bildungsweg selbst zu gestalten. Um dies tun zu können, fordern wir:

*Voraussetzungsketten abschaffen
*LVs häufiger anbieten
*LV-Evaluierungen müssen Folgen haben

Studieren ist teuer genug. Neben teurer Lektüre fällt in einigen Studien die Anschaffung der in der Lehre genutzten Software an – dabei gibt es freie und offene Alternativen. Diese sollten mehr in die Lehre aufgenommen werden.
Ebenso ist der Zugang zur Kultur für viele Studierende recht kostenspielig aber leider auch notwendig für ihr Studium. In andren Ländern ist es Gang und Gebe, dass Studierende einen freien Zugang zur Kultur erhalten.

*Freie & Open-Source Software forcieren
*Bildung geht weiter – Freier Zugang zur Kultur

Her mit leistbarem Wohnen

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In den eigenen vier Wänden wird gelernt, geschlafen, Party gemacht, gelesen und gearbeitet. Oft machen überteuerte Mieten, hohe Makler*innengebühren und Kautionen einen dicken Strich
durch den Wohnungstraum. Das undurchsichtige Mietrecht und die mangelnden Wohnbeihilfen für Student*innen und Wohngemeinschaften sowie die – dank Streichung der Sanierungszuschüsse
– immer teureren Student*innenheime, verschärfen das Problem. Leistbares und lebenswertes Wohnen muss für alle möglich sein! Durch Mietzinsobergrenzen ohne Schlupflöcher für
Vermieter*innen und klare Regelungen für Makler*innengebühren sowie Wohnbeihilfen für Student*innen und WGs können viele Probleme gelöst werden. Wichtig ist aber vor allem mehr leistbarer Wohnraum: durch Öffnung von Sozialbauten für Student*innen und WGs, sowie mehr und günstigere Student*innenwohnheime! Damit alle genug Platz zum Arbeiten, Lernen, Diskutieren und eine Zimmerpflanze haben.
Die GRAS fordert:
* Aus- und Neubau von günstigen Student*innenheimen
* Öffnung des sozialen Wohnbaus für alle Student*innen und WGs
* Mietzins- bzw. Wohnbeihilfen für Student*innen
* Mietzinsobergrenzen ohne Schlupfl öcher
* Keine Mietvertragsvergebührung
* Keine Makler*innengebühren für Mieter*innen

Her mit freier Bildung

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Am Beginn des Studiums steht die Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP), die meist vielmehr Rausprüfen und Knock-Out, als mit Orientierung zu tun hat. Die StEOP ist eine Zugangshürde, die abschreckt, in technischen Studien zu einem noch niedrigeren Frauenanteil führt und finanziell Benachteiligten den Studienbeginn noch schwerer macht. Die StEOP verhindert gezielt einen Überblick über die Studienvielfalt und führt zu Verschulung und  Scheuklappenstudieren. Wir wollen, dass alle vor ihrer “fixen” Studienwahl die Möglichkeit
haben sich umzuschauen: Im zweisemestrigen “Studium Generalé” können Lehrveranstaltungen aus allen Disziplinen besucht und später im gewählten Studium angerechnet werden.
Auch im weiteren Studium darf das “über den Tellerrand schauen” nicht zu kurz kommen. Wir fordern mindestens 30 ECTS Freifächer in jedem Studienplan!
Oft scheitert das Traumstudium am nötigen „Kleingeld“ – gerade mal 14% der Student*innen bekommen Stipendien, aber mehr als 60% arbeiten mehr als 20 Stunden um sich das
Studium zu leisten. Deshalb fordern wir ein Grundstipendium für alle. Damit Studieren kein Hindernispacours mehr ist!
Die GRAS fordert:
* “Studium Generalé” statt Knock-Out StEOP
* Mindestens 30 ECTS Freifächer in allen Studien
* Freier Hochschulzugang, statt Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren
* Grundstipendium – 800 Euro für alle
* Hochschulen ausfinanzieren – für eine echte Hochschulmilliarde!

PUFL-GRAS: Wir wollen eine laute, aktive ÖH!

Titel: PUFL-GRAS: Wir wollen eine laute, aktive ÖH!

Mehr Lebensräume an der Uni und leistbares Wohnen  

Innsbruck: Die PUFL-GRAS (Plattform unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne und Alternative StudentInnen) präsentierten heute auf der Pressekonferenz ihre beiden Innsbrucker SpitzenkandidatInnen für die Wahlen der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH), Hannah Krismer und Sebastian Daxner. “Wir setzen uns für eine transparente ÖH und eine freie, offene Universität für Alle ein. Unser Ziel ist eine lebendige, laute und starke ÖH, die engagiert für Studierende eintritt” erklärt Hannah Krismer. Das wichtigste Anliegen der PUFL-GRAS ist, dass sich die ÖH endlich mit den Lebensrealitäten von StudentInnen auseinandersetzt. Die ÖH soll wieder ein Sprachrohr für studentische Anliegen werden!

Her mit Lebensraum Universität

Platzmangel ist nicht nur in den Hörsälen auf Innsbrucks Universitäten Alltag. Neben den Bibliotheken gibt es auf den Uni-Standorten kaum konsumfreien Raum. „Der Universität Innsbruck mangelt es an Räumen für StudentInnen. Platz zum Arbeiten auf der Universität ist Mangelware! Es steht kaum konsumfreier Raum beispielsweise für Gruppenarbeiten zur Verfügung“, kritisiert Krismer. Deshalb fordert die PUFL-GRAS frei stehende Uni-Räumlichkeiten für StudentInnen zu öffnen. Außerdem werden Universitäten immer mehr zu Betonwüsten. Die PUFL-GRAS fordert mehr Lebensqualität für StudentInnen. „Grünflächen und Bäumen ermöglichen Erholung und Wohlgefühl. Gerade StudentInnen brauchen auf der Universität eine Oase abseits von Stress. Deshalb muss die Innpromenade geschützt und der Hofgarten geöffnet werden“, stellt Sebastian Daxner fest.

Her mit leistbarem Wohnen

Innsbruck ist die mit Abstand teuerste Stadt Österreichs wenn es um Mieten geht. Diese Tatsache trifft vor allem StudentInnen hart. Ein undurchsichtiges Mietrecht macht StudentInnen das Leben zusätzlich schwer. Die PUFL-GRAS fordert Mietzinsobergrenzen, Abwälzung der MaklerInnen-Gebühr auf VermieterInnen und ein Ende der Mietvertragsvergebührung. In Innsbruck muss leistbarer Wohnraum für StudentInnen geschaffen werden! “Wohnen zu Können ist ein menschliches Grundbedürfnis und darf nicht Spielball auf einem angespannten Wohnungsmarktes sein. StudentInnen sind leider öfters Opfer von Abzocke, weil sie sich schlechter wehren können als andere Gruppen. Das muss ein Ende haben” schließt Daxner

Ein Ende der Voranmeldung – Ein Beginn der Fehlereinsicht des Ministeriums?

DIe äußerst bedenkliche Voranmeldung für Studienplätze ist gefallen. DIe Kritik die schon lange von Studierenden, auch schon vor dem Sommer, geäußert worden war, fand jetzt wiederklang beim Ministerium wie der RektorInennkonferenz.

Es war immer klar, dass die Voranmeldung in der Form nur eine Art der Schikane gegenüber Studierenden ist, und kein Instrument zur besseren Planbarkeit für Universitäten darstellt. Jetzt gibt das Ministerium die Fehlentscheidung zu und hat gemeinsam mit der ÖH-Vorsitzenden Janine Wulz (GRAS) und andren , ein neues Modell ausgearbeitet.

Zwar ist dieses nicht gerade perfekt, aber immerhin eine verbesserung und entschärfung der aktuellen SItuation.

Die Details:

-Abschaffung der verpflichtetenden Voranmeldung

-Die Inskriptionsfrist endet schon mit 5.9.12 für das WiSe 2012, und am 5.2.13 für das SoSe 2013.

-Es gitb einen Ausnahmekatalog, für die die Inskription wie gewohnt weiter funktioniert. Diese beinhaltet von Zivildienst über schwere Krankheit bis zu Matura-Wiederholungsprüfung im Herbst alle wichtigen Fälle.

-Für die Fortsetzungsmeldung des Studiums (meistens mit der Einzahlung des ÖH-Beitrages) bleiben die Fristen gleich. Jeweils Ende November und Ende April

-Zusätzlich soll die Studienwahlberatung ausgebaut werden.

Mehr Infos und Quellen:

Studiengebühren an der LFU-IBK

Die Wiedereinführung der Studiengebühren verstärkt die soziale Selektion – es ist schlicht irrwitzig, Menschen die nach Abschluss ihrer Ausbildung durch ein höheres Einkommen verstärkt zum Steueraufkommen beitragen, genau dann zur Kasse zu bitten, wenn sie noch in Ausbildung stehen, sich mit prekären Jobs durchwursteln müssen.

Dabei gibt es (zumindest auf dem Papier) ein klares Bekenntnis zur freien Bildung: Im Grundsatzpapier zum Bolognaprozess erkennen die Vertragsparteien den Status von Bildung als Menschrecht an und halten zudem fest dass die Hochschulbildung dem Streben nach Wissen und der Förderung des Wissens „sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft“ dient.

Der Staat hat somit die Aufgabe, sich um die Finanzierung von und den Zugang zu Bildung zu kümmern – er erhält dafür im Gegenzug kritische, reflektierende BürgerInnen, deren positiver Einfluss auf die Gesellschaft sich kaum leugnen lässt.

Angesichts einer politischen Kultur, die einem Monty-Python-Sketch entsprungen sein könnte und unsicherer Zukunftsaussichten (Hypotheken- bzw. Schulden- bzw. Finanz- bzw. Eurokrise) ist es wichtiger denn je, dass es von Seiten der Studierenden Engagement für eine freie, faire und fortschrittliche Gesellschaft gibt. Nehmen wir uns ein Beispiel an anderen Ländern, wo Tausende Studierende für ihre Rechte auf die Straße gehen! Wir wünschen Euch trotz aller Tristesse einen frohen und erfolgreichen Semesterbeginn, und, am allerwichtigsten: Don’t Panic!

Studiengebühren: Schon wieder?

Wenn von 400 Österreicher_innen 66% für die Wiedereinführung von Studiengebühren sind, dann nennt man das eine Umfrage. Zum Glück bedeutet es nicht, dass diese Meinung zwingend logisch ist.

Gebühren von einer Bevölkerungsgruppe zu verlangen, die einerseits längst der elterlichen Stube entflohen sein sollte und dennoch per definitionem über kein eigenes Einkommen verfügt, entbehrt nämlich jeder Logik. Tatsächlich sind jedoch zwei Drittel der Studierenden mehr oder weniger freiwillig berufstätig, was bei immer dichteren Curricula mit Anwesenheitspflicht – selbst für die Bibliotheksführung – schnell ein Semester kosten kann.

Also will man die Eltern verstärkt zur Kasse bitten? Das ist mit entsprechenden Steuern sozial gerechter bewältigbar. Man könnte so sogar eine Grundsicherung finanzieren, womit erwachsene Menschen nicht mehr von der Gnade ihrer Eltern abhingen und sich uneingeschränkt ihrem selbstgewählten Studium widmen könnten. (“Reiche Eltern für alle!”, besser kann man es nicht zusammenfassen.)

Oder will man einfach gewisse Menschen von höherer Bildung fernhalten? Das macht bei überfüllten Hörsälen und sinistrer Geisteshaltung gewissen Sinn, das schöne Wort “sozial” sollte man dann jedoch besser nicht in den Mund nehmen. Wenn ein ehemaliger Rektor und jetziger Minister zwischen seinen Lobreden auf freie Bildung munter immer neue Pläne für die Wiedereinführung von Studiengebühren schmiedet, dann nennt man das Betrug.

Eure PUFL-GRAS