„Die pufligen Zeiten sind vorbei“ oder „Goodbye PUFL“ oder auch wieso wir uns einen neuen Namen geben:

Schon wieder ist ein Jahr fast um und es gilt kurz inne zu halten, alte Gewohnheiten zu reflektieren und neue Ziele für die Zukunft zu definieren. Auch wir als Gruppe verändern uns. Ehemalige Grasis schließen ihr Studium ab und wenden sich neuen Herausforderungen zu, während gleichzeitig neue motivierte Menschen die Lust entdecken, sich für eine solidarische und nachhaltige Universität zu engagieren.

Es scheint uns an der Zeit, diesen Entwicklungen Tribut zu zollen und die Zeichen der Zeit richtig zu deuten. Deshalb haben wir, in gewohnter Manier, basisdemokratisch und konsensual beschlossen künftig als ‚GRAS Innsbruck‘ aufzutreten.

‚PUFL‘ (Plattform unabhängiger Fachschaftslisten) – dieser Beiname begleitet uns mittlerweile seit so vielen Jahren, dass es selbst für Alt-Grasis nicht ganz klar ist wo der Ursprung liegt. Lange Zeit stand es symbolisch für unsere enge Zusammenarbeit mit diversen Fachschaften und den dort tatkräftigen Studienvertreter_innen (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön auch von unserer Seite).

Doch um unseren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und konsequent gegen die zunehmende Vermischung von Fraktionen und StVen aufzutreten haben wir uns, schweren Herzen, zu diesem Schritt entschieden. Wir bleiben natürlich auch künftig unseren Grundsätzen (basisdemokratisch, alternativ, nachhaltig, solidarisch und feministisch) treu und setzen uns aktiv und progressiv für Studierende und ihre Interessen ein.

Widerständig und lebendig

Eure GRAS Innsbruck

Presseaussendung: PUFL-GRAS begrüßt Einrichtung eines Verteilerzentrums an der Uni-Innsbruck

Utl.: Ungenützte Räume an der Uni-Innsbruck als Verteilerzentrum für Flüchtlinge zu nutzen spricht für den humanitären Geist der Universität

Mit der am 22. Mai angekündigten Einrichtung eines Verteilerzentrums für Flüchtlinge am Studienstandort Technik der Leopold Franzens Universität Innsbruck, will sich die Plattform Unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne & Alternative Student_innen (PUFL-GRAS) mit dem verantwortlichen Rektor_innen-Team solidarisieren. „Die Nutzung leerstehender Räume am Uni-Standort Technik als dringend benötigtes Verteilzentrum für Flüchtlinge, spricht für den humanitären Geist der Universität Innsbruck“, so die PUFL-GRAS Aktivistin Clara Lenz. „Das Engagement der Universität Innsbruck, diesen Menschen in Zeiten großer Ablehnung und dem Schüren von Angst und Hass zu helfen, ist für die PUFL-GRAS logischerweise mit vollem Herzen und Einsatz zu unterstützen.“

Derzeit befinden sich am Uni-Standort Technik mehrere Container, in welche die Bediensteten der Universität während diverser größerer Baumaßnahmen übersiedelten. Mit dem fast fertigen Abschluss dieser Bauarbeiten, steht nun eine große und ungenützte Fläche zur Verfügung, die nun einem guten Zweck gewidmet wird. Einzig einen Punkt hat Lenz noch zu kritisieren: „Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Unterbringung der Flüchtlinge ist, dass die Container auch für ein würdiges Leben in diesen umgebaut werden. Laut der Universität finden in dieser Hinsicht schon Gespräche statt und wir hoffen auf ein bestmögliches Ergebnis.“

Während der Vorstoß der Universität zur Hilfe von Flüchtlingen stark begrüßt wird, so wird doch die Aussendung des Ring Freiheitlicher Student_innen Tirol (RFS) auf das Schärfste kritisiert. „Der Versuch, Student_innen, Flüchtlinge und das Rektor_innen-Team gegeneinander auszuspielen, ist menschenverachtend und zeugt vom rassistischen und xenophoben Gedankengut des RFS. Die Unterbringung der Flüchtlinge in diesen Container auch noch als ‚Missbrauch universitärer Infrastruktur‘ zu bezeichnen, lässt nur einmal wieder den faschistischen Charakter des RFS aufscheinen“, schließt Clara Lenz.

Ausgesendet an die Vertreter_innen der Presse am 26. Mai 2015

Presseaussendung: : PUFL-GRAS empört über „Sebastian Kurz Stipendien“ an Innsbrucker Unis

Inhaltslose Werbung für amtierenden Minister nicht tragbar

Die vergangenen Donnerstag in München angekündigten „Sebastian Kurz Stipendien“ für die Leopold Franzens Universität Innsbruck, Medizinische Universität Innsbruck und Management Center Innsbruck stellen für den Spitzenkandidaten der Plattform unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne & Alternative Student_innen (PUFL-GRAS) Max Veulliet eine inhaltslose Werbung dar, die die Probleme von Student_innen aus Drittstaaten nicht nur falsch kontextualisieren sondern auch marginalisieren. „Die Finanzierung von Studiengebühren für einige Wenige aus Drittstaaten sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein der Diskriminierung von außereuropäischen Studierenden, die doppelte Studiengebühren von mehr als 700€ aufbringen müssen während sie gleichzeitig maximal nur 10 beziehungsweise 20 Stunden in der Woche arbeiten dürfen“, so Veulliet empört.

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Interview: „Wissenschaftliche Erkenntnis muss für alle verfügbar sein“

Wie schätzen sie die realpolitischen Entwicklungen des Bologna-Prozesses ein? Was hat sich wirklich ergeben?

Wie eigentlich zu erwarten gewesen wäre, haben sich die Studierenden schneller verändert als die Professoren und Professorinnen. Es ist tatsächlich so, dass jetzt relativ viele Studierende ihren Bachelor-Abschluss machen und etwa die Hälfte davon macht darauf den konsekutiven Master an der Uni Innsbruck. Früher mussten die Studierenden das Diplom-Studium abschließen, ansonsten wären sie mit leeren Händen dagestanden. Jetzt sagt man: Okay, du beendest deinen Bachelor, den du vielleicht eher zu einem Abschluss bringst und dann überlegst du dir, ob du den konsekutiven Master beziehungsweise einen anderen Master machst, wenn du nicht gar an eine andere Uni gehst oder in die Arbeitswelt einsteigst, wo du in eine Weiterbildung, einen Lehrgang kommst. An der Uni Wien ist es anscheinend sogar so, dass 50 Prozent aller Bachelor-Absolvent_innen einen Weiterbildungsmaster machen, der ein paar Semester gehen kann und in ganz spezielle Berufe führt. Diese Weiterbildungsschiene, die auch an der Uni Innsbruck immer größer wird, ist auf jene Leute zugeschnitten, die einen Bachelor gemacht haben, Arbeiten waren und sich dann weiterbilden wollen. Anstatt zwei Jahre einen Master an der Uni zu machen, gehen sie dann in einen berufsbegleitenden Weiterbildungslehrgang, von denen auch ein paar mit einem Master-Abschluss oder einen kürzerem Abschluss enden. Meine Erwartung ist, und dies zeigen die Zahlen auch, dass die Leute nach dem Bachelor sagen, dass sie jetzt einen Abschluss haben und sich dann überlegen, wie es weiter geht. Für mich war die Überlegung einen Bachelor einzuführen im Prinzip sehr positiv, weil ich eben in dem damalige System gesehen habe, dass viele Leute im Diplom-Studium, sei es bei der Diplom-Arbeit, scheitern. Die Abschlussquote ist gering. Bei uns ist sie bei 50 Prozent. Das ist nicht sehr hoch und wenn man denkt, dass 50 Prozent aller Leute nicht abschließen, dann ist dies keine Auszeichnung für ein Bildungssystem. Durch den Bachelor ist es leichter einen Abschluss zu bekommen und sich neu zu orientieren. Das war für mich eine der grundlegenden Überlegungen.

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Presseaussendung: PUFL-GRAS fordert ein Ende des Scheuklappendenkens der Innsbrucker Wirtschaftsstudien

Es braucht mehr Pluralismus an der Fakultät für Volkswirtschaft der Universität Innsbruck

Großen Aufholbedarf ortet die Plattform unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne & Alternative Student_innen (PUFL-GRAS) bei den Wirtschaftsstudien der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. „Die Einseitigkeit mit der in Innsbruck Wirtschaftswissenschaft gelehrt wird ist erschütternd“, so Magdalena Friedrich, Spitzenkandidatin der PUFL-GRAS. „Vizerektor Psenner und Dekanin Weck-Hannemann müssen endlich von ihrem Scheuklappendenken abkommen.“ Ein System zu lehren das weder in der Lage war die Krise vorherzusagen, noch im Nachhinein zu analysieren sei nicht zukunftsfähig. „Es würde auch niemand ein Politikstudium ernstnehmen das nur den Marxismus behandelt.“

Friedrich fordert eine vermehrte Anstellung von Lehrenden und Forschenden, die theoretische und methodische Vielfalt in die Studiengänge der Ökonomie bringen. „Nur so kann den Studierenden das nötige Wissen vermittelt werden, um Prämissen hinterfragen zu können und sich kritisch mit dem derzeitigen System auseinanderzusetzen“, findet die Spitzenkandidatin. Derzeit würde fast ausschließlich die Mainstream-Ökonomie gelehrt werden, in der die Umwelt als Störfaktor und Wachstum als Allheilmittel angesehen wird. „Das Studium der Wirtschaftswissenschaften soll die Studierenden auf drängende Fragen der modernen Gesellschaft vorbereiten. Das sehen wir derzeit in Innsbruck leider nicht gegeben“, hält Magdalena Friedrich abschließend fest.

Studierende werden von ÖH-Wahlen ausgeschlossen

350 Studierende ohne Wahlrecht auf StV-Ebene aufgrund von Versäumnissen der ÖH

Von einem handfesten Skandal sprechen die Innsbrucker ÖH-Oppositionsfraktionen VSStÖ  und PUFL-GRAS bzgl. der verabsäumten Aufnahme von mehreren Studien in die Satzung der ÖH. Die Konsequenz: In den betroffenen Studiengängen können keine Studienvertretungen gewählt werden. „Nicht nur peinlich, sondern auch demokratiepolitisch mehr als bedenklich“ ist dabei der Lösungsvorschlag der amtierenden ÖH-Exekutive. Allen betroffenen Kandidierenden soll eine finanzielle Unterstützung zugebilligt werden – ohne Wahlen und damit ohne demokratische Legitimation. „Die Devise lautet hier wohl:  Fehler unauffällig kaschieren und Kritiker_innen mit Geld ruhigstellen.“
„Die Situation ist umso bedenklicher, als die ÖH genügend Zeit für eine Satzungsänderung gehabt hätte und der Impuls dazu wiederholt aus den Reihen der Opposition gekommen ist,“ kritisieren Anja Wiesflecker, Spitzenkandidatin des VSStÖ und Magdalena Friedrich, Teil des Spitzenkanditat_innenteams der PUFL-GRAS an der Uni Innsbruck die Untätigkeit der ÖH. Die Verantwortlichkeit braucht man dabei nicht lange zu suchen: „Wo ÖH drauf steht, ist ja nach eigenen Angaben AG drin,“ so die beiden unisono.
Fraglich bleibt letztlich auch, welche Motivation hinter der verschleppten  Satzungsänderung steht. Ob es sich dabei um reine Faulheit der amtierenden ÖH oder doch um wahltaktisches Kalkül handle, sei dahingestellt.
Die Oppositionsfraktionen haben für den kommenden Montag, 4.5.2015, eine außerordentliche Sitzung der Universitätsvertretung einberufen, bei der sich die ÖH rechtfertigen und ihre Untätigkeit erklären muss. Direkt betroffen sind die Studiengänge Master Bauingenieurwesen, Doktorat Philosophie, Masterstudium Umweltingenieurwissenschaften, Umweltmanagement in Bergregionen, Mechatronik und das Bachelorstudium Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus sowie islamische Religionspädagogik und ein individuelles Masterstudium. Insgesamt können daher 350 Studierende aufgrund der Versäumnisse der ÖH-Exekutive keine Studienvertretung wählen.

Presseaussendung: PUFL-GRAS kritisiert Fahrradpolitik der Innsbrucker Stadtregierung

Radhauptstadt Österreichs solle endlich ihrem Ruf gerecht werden.

Die PUFL-GRAS (Plattform unabhängiger Fachschaftlisten – Grüne & Alternative Student_innen) fordert von der Innsbrucker Stadtregierung endlich konkrete Schritte für eine fahrradfreundlichere Infrastruktur. Innsbruck ist bereits mehrere Jahre in Folge nach Untersuchungen des VCÖ die Radhauptstadt Österreichs. 22% aller Wege werden hier mit dem Fahrrad zurückgelegt. „Es ist nun endlich an der Zeit, dass Innsbruck auch in Sachen Infrastruktur den Zahlen gerecht wird und wirklich in allen Belangen diese Radhauptstadt wird. „Radfahren sollte nicht nur die sauberste und günstigste Art der Fortbewegung sein, sondern auch die sicherste und komfortabelste,“ fordert Max Veulliet, Spitzenkandidat der PUFL-GRAS bei den kommenden ÖH-Wahlen.

Ganz konkret kritisiert die Fraktion die Lage an und rund um den Universitätsstandorten. „An allen großen Standorten der Universität, vor allem aber am Campus Innrain und Campus Universitätsstraße sind die Radabstellmöglichkeiten ein Katastrophe. Die Fahrräder stapeln sich geradezu, einen Wetter- oder gar Diebstahlschutz gibt es nicht,“ erklärt Veulliet. „Hier muss die Vizerektorin für Infrastruktur Anke Bockreis endlich aktiv werden.“

Am Campus Technik sei die komplizierte Lage aufgrund der vielen Baustellen schwer zumutbar. „Auch wenn durch momentane Bauarbeiten grundsätzlich die Fahrt in die Technikerstraße erleichtert werden soll, kann es trotzdem nicht sein, dass über mehrere Monate hinweg Radfahrende durch Schotter und Schlamm gelenkt werden,“ kritisiert Veulliet.

Am Campus Innrain ist die unsichere Zufahrt über das Herzog-Siegmund-Ufer der PUFL-GRAS ein Dorn im Auge. „Eine echte Innpromenade mit durchgehendem, eigenständigem Radweg würde hier vielen gefährlichen Situationen vorbeugen,“ so Veulliet.

PUFL-GRAS begrüßt Beschluss der Landesregierung zu Studierendenheim-Paket

Geld für W-LAN Ausbau und Wärmedämmung als Entlastung von studentischem Wohnen besser als nichts.
„Wir freuen uns, dass sich die Tiroler Landesregierung zur Förderung von Studierendenheimen entschlossen hat“, so Magdalena Friedrich, Spitzenkanditatin der grün- alternativen Studierenden an der Uni Innsbruck, erfreut. „Dass dies aber nur ein erster Schritt gegen die mehr als prekäre Wohnsituation von Studierenden darstellt, muss den Verantwortlichen klar sein“, betont Friedrich.
Durch das beschlossene Studierendenheim-Paket sollen sich die Wohnnebenkosten der Studierenden senken. „Anzumerken ist hier, dass der Großteil der Student_innen nicht in Studiedierendenheimen wohnen und so von dieser Maßnahme nicht profitieren können“, merkt Max Veulliet, Teil des Spitzenkanditat_innenteams, kritisch an. Es bedürfe konkreterer Schritte, wie der Schaffung von günstigerem Wohnraum, der Regulierung von Mietpreisen und Makler_innengebühren, sowie einer Erhöhung der Mietzinsbeihilfen für Studierende, so Veulliet abschließend.

Unsere Wahlkampfthemen

Mit PUFL-GRAS ins Fahrradies

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Radfahren, in Tirol auch liebevoll ‚radeln‘ genannt, ist die sauberste und eine der günstigsten Formen der Mobilität. Ein Großteil von uns Studis nützt und liebt diese Form der Mobilität, sei es auf dem Weg zur Uni oder in der wohlverdienten Freizeit. Blöderweise wird dies jedoch durch viele große und kleine Beschwerlichkeiten begleitet. Uns Radler_innen wird zu wenig Platz eingeräumt, sei es durch den dominierenden lauten und stinkenden Autoverkehr , zu wenige gute Radwege oder die an allen Ecken und Enden fehlenden Abstellmöglichkeiten. (Hand aufs Herz- wer von uns hat noch nicht zumindest einmal vergeblich an der GeiWi ein Platzerl für sein* oder ihr* Rad gesucht?)

Die PUFL-GRAS steht als einzige ökologische Fraktion für die Förderung von sauberer, sicherer Mobilität. Wir wollen, dass Radfahren nicht nur die günstigste Art ist von A nach B zu kommen, sondern auch die attraktivste und komfortabelste.

Gratis Bildung ist nicht umsonst

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Das Recht auf Selbstbestimmung ist der PUFL-GRAS wichtig. Selbstbestimmt leben heißt, nach freiem Willen entscheiden zu können – diese Selbstbestimmung wird in vielerlei Hinsicht eingeschränkt, unter anderem auch im Zugang zu Wissen und Bildung.

Immer mehr Studien werden zugangsbeschränkt, zusätzlich sind diese dann stark verschult und von Vorraussetzungsketten und Anwesenheitspflicht geprägt. Als würden uns damit nicht schon genug Hürden in den Weg gestellt, stellt allein der Zugang zu Lernmaterialien, wie z.B. Büchern, Papers und Software eine große finanzielle Belastung dar, welche uns Studis wiederum in unserer geistigen Entfaltung einschränkt.

Studierende sollen die Möglichkeit haben, durch eine freiere Lehrplangestaltung ihrem Studium individuelle Akzente setzen können.Wir kämpfen unermüdlich für ein selbstbestimmtes Studium und Leben. Im GRAS liegt die Freiheit.

Gegen Diskriminierung ist GRAS gewachsen

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Gleichstellung ist oftmals im Gesetz verankert, aber seien wir ehrlich: Papier ist geduldig. Im Studierendenalltag gibt es nach wie vor unzählige Formen der Diskriminierung.

Einerseits gehören Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht nach wie vor zu unserem Alltag und machen auch vor den Hochschulen nicht Halt.
Andererseits sind Studierende, die aus sogenannten Drittstaaten, also aus Ländern außerhalb der EU- bzw. des europäischen Wirtschaftsraums (EWR) stammen, mit zahlreichen Erschwernissen konfrontiert, wenn sie in Österreich studieren wollen. Darüber hinaus erfahren Studierende mit körperlichen oder psychischen etliche Barrieren auch in ihrem Studierendenalltag.
Deswegen sprechen wir uns als uns laut gegen diese Diskriminierungen, sei es im Unialltag oder in der Gesellschaft, aus.

 

 

 

PUFL-GRAS startet in den ÖH-Wahlkampf 2015

Presseaussendung
Radfahrer_innenfreundlichkeit, Anti-Diskriminierung und freier Zugang zu Bildung als Kernthemen

Die Plattform unabhängiger Fachschaftlisten – Grüner & Alternativer Student_innen (PUFL-GRAS) kandidiert auch heuer wieder bei den Wahlen der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) an der Universität Innsbruck, die vom 19. bis zum 21. Mai stattfinden. Die Doppelspitze der alternativ orientierten Fraktion bilden Magdalena Friedrich und Max Veulliet „Wir freuen uns schon auf einen spannenden und fairen Wahlkampf. Dabei hoffen wir, viele Studierende mit unseren Inhalten erreichen zu können und generell die Wahlbeteiligung zu steigern, “ erklären die beiden. Die Schwerpunkte der PUFL-GRAS sind vor allem die Schaffung einer transparenten ÖH und eine vielfältige, offene und tolerante Universität frei von Diskriminierung. Diese soll ein Lebensraum sein, in dem sich alle wohlfühlen.

Die 21-jährige Magdalena Friedrich studiert Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft und ist derzeit als Mandatarin in der Universitätsvertretung und Vorsitzende des Ausschuss für Frauen-, Queer- und Gleichbehandlungsfragen in der ÖH tätig. „Besonders wichtig ist es mir, aus der derzeitig farblosen unter Alleinregierung der AktionsGemeinschaft stehenenden ÖH Innsbruck ein lautes, progressives Sprachrohr der Studierenden gegenüber Universität, Stadt und Land zu machen“, so Friedrich. Max Veulliet komplettiert das engagierte Spitzenkanditat_innenteam der PUFL-GRAS. „Die Uni muss ein Ort sein, an dem Nachhaltigkeit und Vielfalt gelehrt und gelebt wird“, fordert der 20-jährige Geographie- und Politikwissenschaftstudent Veulliet, welcher unter anderem als Vorsitzender des Ausschusses für Ökologie und Nachhaltigkeit für die PUFL-GRAS aktiv ist.

Mit PUFL-GRAS ins Fahrradies
Innsbruck wird als Fahrradhauptstadt Österreichs dieser Bezeichnung in vielen Bereichen nicht gerecht. Für viele Studierenden ist das Fahrrad das wichtigste Fortbewegungsmittel. Besonders an den verschiedenen Universitätsstandorten besteht jedoch ein Mangel an Fahrradabstellplätzen. Auch fehlen sichere und gut ausgebauten Fahrradwege. „Eine fahrradfreundliche Hochschule und Stadt Innsbruck zu schaffen, ist uns ein besonders großes Anliegen. „Die PUFL-GRAS spricht sich auch weiterhin für eine ökologisch-nachhaltige Hochschule aus,“ so Friedrich.

Gegen Diskriminierung ist Gras gewachsen
Zugangsbeschränkungen oder die Ungleichbehandlung von Studierenden aus Drittstaaten und viele andere Formen von Diskriminierung zählen immer noch zum Alltag vieler Studierender. „Bildung ist kein Privileg, sondern ein Recht, von welchem alle gleichberechtigt Gebrauch machen dürfen. Ein Studium sollte für alle in jeder Hinsicht barrierefrei sein, “ meint Max Veulliet. Antisexistische und antirassistische Anliegen und der Kampf gegen Diskriminierung sind der PUFL-GRAS wichtig, dies spiegelt sich auch in allen Forderungen und Tätigkeiten der PUFL-GRAS wider und prägen die Arbeit der Gruppe.
„Individualität und Diversität sind ein Bestandteil von Hochschulen. Dies sollt dort bewusst erlebt und gefördert werden,“ erklärt Veulliet.

Freiere Gestaltung des Studiums
Studierende werden durch unflexible Lehrpläne eingeschränkt, wodurch die persönlichen Interessen nicht volle Entfaltung finden können. „Eine freiere Lehrplangestaltung ist in Hochschulen schon längst überfällig. Der Zugang zu Lernmaterialien wie Lehrbücher, E-Books, Papers und Software muss jeder und jedem Studierenden unabhängig von finanziellen Möglichkeiten daher frei zugänglich sein“, so die beiden unisono. Ein selbstbestimmtes Studium und Leben soll allen möglich sein.
„Wir verstehen freien Zugang zu Wissen als Schlüssel für eine fortschrittliche, faire Gesellschaft. Kostenlose Bildung ist nicht umsonst“, bekräftigt Friedrich.

„Wir ermutigen alle Studierende zwischen 19. und 21. Mai 2015 von ihrem Recht zur Wahl Gebrauch zu machen. Durch eine hohe Wahlbeteiligung kann jede_r einzelne mithelfen, den Forderungen der ÖH mehr Ausdruck zu verleihen“, so die beiden abschließend.