Barrierefreier Zugang für alle Studierenden!

Das Studium wird heute durch eine Vielzahl von Faktoren erschwert. Zugangsbeschränkungen, Voraussetzungsketten oder Studiengebühren stellen für viele Studierende im Alltag eine große Hürde dar. Gleichzeitig reichen aber auch kleine und für viele Menschen teilweise unbewusste Dinge aus, um den Zugang zur freien Bildung maßgeblich zu erschweren.

Beim konkreten Fall etwa, ging es um den barriefreien Zugang für Menschen mit Behinderung auf der Katholisch-theologischen Fakultät Innsbruck. Aufgrund der alten Bausubstanz der universitären Gebäude mit ihren schweren Eingangstüren und den darauf noch zusätzlich angebrachten Glaskunstwerken, war es bislang vor allem für Menschen mit Gehbehinderung schwierig, teilweise sogar unmöglich die Gebäude selbstständig und ohne fremde Hilfe zu betreten. Zwar wurde vor geraumer Zeit im Eingangsbereich des Karl-Rahner-Platzes 1, indem sich die Büros und die Fachbibliothek befinden, ein automatischer Türöffnermechanismus samt Treppenlift für den barrierefreien Zugang zum Gebäude installiert. Auf der gegenüberliegenden Seite dem Gebäude des Karl-Rahner-Platzes 3, indem sich nicht nur die drei größten Vorlesungssäle, sondern auch mehrere kleinere Seminarräume befinden, fehlte ein solcher automatischer Türöffner jedoch bislang.

Deshalb wurde von uns als Pufl-Gras gemeinsam mit den betroffenen Studierenden der Emailverkehr mit der zuständigen Abteilung des Büros für Infrastruktur aufgenommen und eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung erreicht.

Noch im Dezember 2013 wurde der Einbau eines automatischen Türöffners in Auftrag gegeben und vergangene Woche erfolgte eine erste Vorort-Besichtigung mit dem Gebäudebesitzer BIG, dem Büro für Infrastruktur und den zuständigen Firmen. Dabei wurde zugesichert, dass der Einbau der automatischen Türöffnervorrichtung in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt bis Beginn des Sommersemesters abgeschlossen werden soll. Des Weiteren wurde beschlossen, sämtliche Innentüren der Katholisch-theologischen Fakultät – ob zu Hörsälen, Madonnen- und Leopoldsaal oder auch zu anderen Büroräumen in Bezug auf ihre Zugkraft zu überprüften und die Türöffner so einzustellen, dass sie auf der einen Seite leichtgängig sind, aber auch andererseits jenen Anpressdruck haben, den der Brandschutz vorschreibt.

Durch diese Baumaßnahmen soll der barrierefreie Zugang zu sämtlichen Einrichtungen der universitären Gebäude sichergestellt werden.

Es zeigt sich also, dass durch Einsatz, Ausdauer und Dialogbereitschaft Erfolge erzielt werden können. Deshalb werden wir als PUFL-GRAS uns auch weiterhin für den barrierefreien Zugang zur Universität und für die Gleichberechtigung aller Studierenden einsetzen.

WIDERSTÄNDIG UND LEBENDIG,

EURE PUFL-GRAS

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