Anno 2012: Politisches Engagement ist unumgänglich.

Im Manifest der weltweiten Bewegung “Echte Demokratie jetzt” heißt es: “Die Demokratie gehört den Menschen, wobei die Regierung aus jedem/jeder Einzelnen von uns besteht.” 

Demokratie kann nicht länger bedeuten, sich auf allen Ebenen dem Diktat (gewählter) Autoritäten zu unterwerfen. So soll das geforderte politische Engagement möglichst emanzipatorisch gelten, denn politisch zu sein bedeutet nicht zwingend, einer Partei beizutreten oder diese auch nur zu wählen. Es heißt, Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt zu übernehmen, sich eine Meinung zu bilden und dazu aktiv Stellung zu beziehen. Jede Ungerechtigkeit muss ausgedrückt und jede Verletzung der Menschenrechte angeprangert werden. Indem man jedoch schweigt, nimmt man Stellung, überlässt das Feld jenen, die das politische System nur als Weg zur persönlichen Machtmehrung sehen.

So muss man die derzeitige Form der Demokratie fast als unzureichend ansehen. Hier werden Formen von außerparteilichem, wohlgemerkt friedlichem politischen Engagement nicht nur erschwert, sondern wie im Fall des Tierschutz-Prozesses sogar strafrechtlich verfolgt.

Gefordert ist echte Solidarität und verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt. Autoritäre Strukturen jeder Art sind nur ein notwendiges Übel in einer Gesellschaft, die sich noch nicht ausreichend emanzipiert hat, die noch nicht zum selbstständigen Handeln bereit ist.

“Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.” (aus der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)

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